Recherchieren, Berichte schreiben, Projekte strukturieren. All das erledigt Yukun zum Großteil mit ChatGPT und chinesischen Chatbots wie Doubao und DeepSeek. Für ein Consultingunternehmen in Shanghai berät sie Kunden zu Compliance-Themen. In 70 Prozent ihrer Arbeitsinhalte nutzt sie künstliche Intelligenz, schätzt Yukun. Für sie bedeutet der Produktivitätsschub vor allem mehr Stress: “Die Aufgabenpakete von meinem Chef werden immer dichter. Ein Mitarbeiter macht jetzt das, was früher anderthalb gemacht hätten.” Natürlich mache sie sich auch Sorgen um ihre Stelle, sagt die Ende 20-Jährige. Noch habe ihre Firma niemanden entlassen, doch es würde praktisch niemand mehr neu eingestellt.