Versandhandel: Paketsteuer soll Handel nicht spalten

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May 25, 2026

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Versandhandel: Paketsteuer soll Handel nicht spalten

Einen Tag vor dem Ende der parlamentarischen Begutachtungsfrist zur geplanten Paketsteuer hat die Vertretung des Versand- und Internethandels in der Wirtschaftskammer (WKO) heute die eigenen Reihen zu einem geschlossenen Auftreten gegen das Vorhaben aufgerufen.

Der Handel dürfe sich „nicht auseinanderdividieren lassen“, forderte Berufsgruppensprecher Alexander Smuk in einer Aussendung. Er warnte davor, eine Diskussion „Onlinehandel versus stationärer Handel“ zu führen.

„Kaum ein Unternehmen“ agiere noch ausschließlich über nur einen Vertriebskanal. „Vom kleinen Fachgeschäft bis zum mittelständischen Handelsbetrieb gehören Webshop und digitale Präsenz längst zum unternehmerischen Alltag“, so Smuk. Das Argument, dass die Paketsteuer den stationären Handel schützen könne, wies er zurück. „Wer den heimischen Handel stärken will, darf keine Maßnahmen setzen, die dessen Kosten weiter erhöhen.“

Durch die Paketabgabe soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli zum Teil gegenfinanziert werden. Die Steuer soll zwei Euro pro Sendung betragen, ab Oktober in Kraft treten und für große Onlinehändler mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Mio. Euro gelten.

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