Es mag zuerst wie ein müder Schmäh wirken, dass “ein Muslim, ein Christ und ein Jude”, die laut Werktitel am selben Rad drehen, auf einer Gondel des Wiener Riesenrads sitzen. So hat es der israelische Künstler Eran Shakine mit Ölkreide auf eine Leinwand gezeichnet. Fertigungsjahr 2026. Ein für die nun eröffnete Ausstellung im Jüdischen Museum Wien maßgeschneidertes Werk? Andererseits ist es mit Blick auf die religiöse Vielfalt in der Stadt doch sehr passend. Noch mehr eingedenk des schrecklichen Einschnitts des Nationalsozialismus. Dem begegnet man in der A Muslim, a Christian, and a Jew betitelten Schau immer wieder. Aber nicht so, wie man es erwarten würde.