Im Zentrum der Kommunalwahlen stand Venedig. In der Lagunenstadt hatte Melonis Rechtsregierung in den letzten Monaten Negativ-Schlagzeilen am laufenden Band produziert: Zuerst verlor sie im März die Volksabstimmung über die Justizreform, dann musste Meloni ihre persönliche Freundin Beatrice Venezi als designierte neue Dirigentin des Opernhauses La Fenice fallen lassen. Zuletzt zerfleischte sich die Rechte an der Kunstbiennale, wo der Präsident von Melonis Gnaden, Pietrangelo Buttafuoco, sich mit der von ihm genehmigten Teilnahme Russlands mit der ganzen Regierung anlegte. Entsprechend präsentierten sich vor dem lokalen Urnengang die Umfragewerte: Der Herausforderer der Opposition lag scheinbar uneinholbar in Führung.