Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sind jetzt gerade ganz allein, Sie haben nur sich selbst und einen Text als Gesellschaft, und wenn Sie diesen Text weiter und zu Ende lesen, werden Sie ungefähr drei Minuten Ihres Lebens nur mit Bildern in Ihrem Kopf verbracht haben, vermittelt durch das geschriebene Wort, zu sehen gedruckt auf Papier, auf einem Bildschirm oder in Ton verwandelt, vorgelesen von einer Maschine, die Ihnen die letztgültige Interpretation (von lat. Interpretātio, “Auslegung, Erklärung, Deutung, Übersetzung”) nicht abnimmt. Sie sind beim Lesen dieses Textes ungefähr so lang mit sich allein, wie ein Spaziergang vom Grazer Rathaus bis zum Graz Museum in der Sackstraße oder vom Wiener Heldenplatz bis zur Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGL) in der Herrengasse dauert.