Durch russische Gleitbomben- und Drohnenangriffe sind im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk vier Zivilisten getötet und weitere fünf verletzt worden. In der frontnahen Kleinstadt Druschkiwka seien zunächst drei Männer durch den Abwurf der Gleitbomben ums Leben gekommen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram heute mit.
Eine Stunde später habe eine Drohne einen Pkw getroffen, ein Insasse sei getötet worden. Zuvor hatte es geheißen, in Russland seien bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Menschen getötet worden. Sie seien bei einer Attacke auf die Stadt Sysran in der südwestlichen Region Samara gestorben, sagte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew im Onlinedienst Telegram. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden.
In der Ukraine meldeten die Rettungsdienste zudem zwei Tote sowie mehrere Verletzte nach russischen Angriffen auf die Regionen Tschernihiw und Dnipropetrowsk.
In der russischen Grenzregion Belgorod wurden den Angaben zufolge zudem drei Menschen bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt. Von unabhängiger Seite lassen sich die Angaben nicht überprüfen.
Selenskyj: Beratung mit europäischen Partnern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte unterdessen für morgen Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien an. „Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant“, sagte er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutitsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde.
„Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können“, sagte Selenskyj, ohne Details zu nennen. Angaben zum Format der Beratung machte er nicht.