“Happy Birthday” ist das schlimmste Lied der Welt. Damit besungen zu werden, ist in den meisten Fällen unangenehm. Noch schrecklicher ist, es in einem Raum gemeinsam mit Dutzenden anderen Menschen zu singen. Es klingt immer schief, die Menschen sind – vielleicht auch aufgrund vorangeschrittenen Alkoholkonsums – außer Takt, und synchron und harmonisch klingt sowieso nichts daran. Monika Ballwein, ihres Zeichens Gesangstrainerin, sieht das auch so: “Die Melodie ist schwierig, dann beginnt jeder irgendwo in keiner eindeutigen Tonart zu singen. Das Lied ist eine Katastrophe.” Genau wegen solcher Erfahrungen bin ich mir sicher, dass ich nicht singen kann. Ich habe irgendwann beschlossen, nur noch meinen Mund wie beim Playback zu bewegen, wenn “Happy Birthday” gesungen wird. “Jeder kann singen”, entgegnet mir Ballwein. “Nur darf man sich nicht erwarten: Hurra, ich werde jetzt gleich ein Star. Das ist bei niemandem der Fall. Viele Profis haben vielleicht früh gemerkt, dass Singen easy geht, dass sie ein Talent haben, und von da an trainiert – wie ein Fußballspieler.”