Der ÖVP-nahe Seniorenbund übt ungewöhnlich scharfe Kritik an der Absage des Innovationsfonds für 2026 durch das SPÖ-geführte Sozialministerium. „Schon wieder wird ein Versprechen gebrochen. Das ist unsozial“, kritisierte heute Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec.
Gerade in der Pflege, die seit Jahren unter hohem Druck stehe, brauche es „Verlässlichkeit – und keine neuen Enttäuschungen“, sagte Korosec und forderte „ein klares Umdenken“.
Wie am Wochenende bekanntwurde, werden die für 2026 vorgesehenen Mittel aus dem mit 50 Mio. Euro dotierten Fonds zur Digitalisierung der Pflege aufgrund der budgetären Situation kurzfristig doch nicht fließen.
Dringliche Digitalisierung
„Die zusätzlichen Mittel wurden im Regierungsprogramm angekündigt und im Finanzausgleich dafür reserviert“, betonte die Seniorenbund-Präsidentin nun. Das Geld sei dringend notwendig, um die Digitalisierung in der Pflege nachhaltig voranzutreiben, damit das Pflegepersonal von Bürokratie entlastet werden kann und mehr Zeit für die Pflegebedürftigen hätte.
„Zutiefst irritiert“ über die Budgetstreichung zeigte sich auch der Interessenverband der Arbeitgeberverbände der Freien Wohlfahrt (IAFW).