Kurze Zeit nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ist der venezolanische Oppositionelle Juan Pablo Guanipa nach Angaben der venezolanischen Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado von „schwer bewaffneten Männern“ verschleppt worden.
Die Männer in Zivilkleidung hätten Guanipa „gewaltsam“ mitgenommen, erklärte Machado gestern (Ortszeit) im Onlinedienst X. „Wir fordern seine sofortige Freilassung“, fügte sie hinzu. Der Vorfall habe sich in der Wohnsiedlung Los Chorros in Venezuelas Hauptstadt Caracas ereignet.
Sohn fordert Lebenszeichen
Guanipas Sohn Ramon forderte ein Lebenszeichen und die „sofortige Freilassung“ seines Vaters. Der Oppositionelle sei von einer Gruppe von „etwa zehn nicht identifizierten Personen“ gefangen genommen worden, erklärte er auf X.
Guanipa war zuvor gemeinsam mit zwei weiteren venezolanischen Oppositionspolitikern aus dem Gefängnis entlassen worden. Nach seiner Freilassung rief er die venezolanische Regierung in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP auf, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl von 2024 zu respektieren.
Entlassung politischer Gefangener
Unter dem Druck der USA hatte Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez im vergangenen Monat die Entlassung politischer Gefangener verkündet. In der vergangenen Woche gab sie dann eine Massenamnestie für Häftlinge bekannt, die wegen „politischer Gewalt“ einsitzen.