Im Fall der im Jahr 2018 getöteten Jennifer S. mehren sich die Stimmen, die eine unabhängige Untersuchungskommission der Causa fordern. So seien weiterhin “etliche Fragen offen”, sagte Rosa Logar, Gründerin des ersten österreichischen Frauenhauses. “Diesen muss mit einer fachlich-professionellen Analyse nachgegangen werden.” Logar warf etwa die Frage auf, warum die Familie der Ermordeten so viel zur Festnahme des Tatverdächtigen beitragen musste. Die Festnahme des Ex-Freundes von Jennifer S. erfolgte erst vor rund einer Woche – knapp acht Jahre nach der Tat. “Hier kann man nicht leichtfertig zur Tagesordnung übergehen”, sagte Logar und mahnte eine bessere Fehlerkultur ein.