Die Fremdenlegion war lange eine Institution, in der sich die französische Identität auf eine besonders paradoxe Weise verkörperte: eine Söldnertruppe, offen für Männer aus aller Welt, die gegen Sold die dreckigen Arbeiten westlicher Hegemonialität verrichteten. Dass man diese merkwürdige Mischung aus Universalismus, Machismus, Kolonialismus auch als “schöne Arbeit” sehen kann, setzt wohl eine spezielle künstlerische Sensibilität voraus. Wenn diese noch dazu von einer Frau kommt, die sich in eine Welt hineindenkt, in der sie nicht vorgesehen ist, kann etwas ganz Besonderes entstehen.